
Was macht Frank Rennicke am 23. Mai? Die DS sprach mit dem Liedermacher und Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten.
Frank Rennicke, geboren 1964 in Braunschweig, ist seit Jahrzehnten als volkstreuer Liedermacher bekannt und beliebt. In einem aufsehenerregenden Gerichtsverfahren wurde er 2008 vom Bundesverfassungsgericht vom Vorwurf der »Volksverhetzung« freigesprochen. Jetzt einigten sich NPD und DVU auf ihn als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Rennicke ist Vater von sechs Kindern.
Herr Rennicke, zur Bundespräsidentenwahl am 23. Mai steht mit Ihnen erstmals ein Kandidat der nationalen Opposition für das höchste Staatsamt in der Bundesrepublik zur Wahl. Was bedeutet diese Nominierung für Sie?
Rennicke:Es war bislang nie ein Wunsch von mir, in dieser BRD ein Bundesverdienstkreuz oder gar das höchste Amt zu erhalten. Diesen Staat durfte ich in den letzen 25 Jahren, die ich bewußt auch als politisch denkender Mensch erlebt habe, nur als Inbegriff für Intoleranz, Gesinnungsjustizapparat und unehrenhaften Zeitgeist erfahren.
Wenn ich nun durch die Vertreter der NPD und DVU als Kandidat nominiert wurde, so geschah dieses nicht auf meinen Wunsch. Es ist nach der Nominierung des kürzlich verstorbenen Professor Emil Schlee sowie von Hans Hirzel zu Hochzeiten der Republikaner nun auch erst das dritte Mal, daß ein patriotischer Vertreter benannt wurde. Es freut mich, wenn man mich für würdig hält, das nationale Deutschland vertreten zu können. Der diffamierten volksbewußten Opposition in der Bundesversammlung ein Gesicht zu geben ist mir eine Verpflichtung und Ehre. Meine Nominierung möchte ich auch als Aufruf zur Einigung der eigenen Kreise verstanden wissen. Es geht doch um mehr, um unser Land und Volk!
In der Bundesversammlung stehen Sie in Konkurrenz zu Amtsinhaber Horst Köhler und Ihren Mitbewerbern Gesine Schwan und Peter Sodann. Sagen Sie uns, warum die Wahlmänner (und -frauen) am 23. Mai ausgerechnet Ihnen ihre Stimme geben sollen.
Rennicke: Herr Köhler ist der Vertreter des Globalismus und der Finanzwelt, Frau Schwan Vertreterin für die 68er-»Gutmenschen« und Krimidarsteller Sodann letztlich nur wegen seiner Tatortauftritte und der damit verbundenen Bekanntheit ein Nominierungsfall. So richtige Normalmenschen sind keine der Genannten, am ehesten wohl noch Sodann, mit dem mich verbindet, garantiert nicht gewählt zu werden.
Die Tatsache, in der Bundesversammlung Berufspolitiker vor sich zu haben, die laut aktueller Umfrage in der Vertrauenswürdigkeit beim Volke Schlußlicht sind, läßt da wenig hoffen. Wer aber von diesen Politikern seinen Amtseid noch ernst nimmt, die »etablierten« Heuchlervorschläge nicht wählen kann und die Halb- oder PDS-Linke nicht wählen will, hätte eine Alternative.
Es ist für uns Nationaldenkende letztlich wie bei der Olympiade: Dabeisein ist alles! Und vielleicht gibt es ja doch noch einzelne verantwortungsvolle Mitglieder der Bundesversammlung außerhalb unserer eigenen Parteifreunde, denen Gewissen vor Fraktionszwang steht. Was wäre wohl los, wenn auf mich mehr als die vier eigenen Stimmen fallen würden? Skandal wie seinerzeit in Dresden mit Uwe Leichsenring? Das verzogene Gesicht einer Merkel, der Zeigefinger von Paolo Pinkel oder der Tobsuchtsanfall eines Herrn Struck wären allein schon ein Argument!
Spielen wir das hypothetische Spiel einmal weiter - gesetzt den Fall, Sie würden zum Bundespräsident gewählt: Wie würde sich Ihre Amtsführung gegenüber derjenigen Ihrer Amtsvorgänger unterscheiden? Würden Sie sich mehr »einmischen«? Wären Sie ein »politischerer« Bundespräsident als etwa Herr Köhler?
Rennicke:Eine reizvolle Frage: Das alles und noch viel mehr würde ich machen, wenn ich Bundespräsident von Deutschland wär! Keinen Kniefall in Israel, stattdessen Besuch im Gaza-Streifen, die Reise in den amerikanischen Kontinent würde nicht nach Nordamerika gehen ? eher zu Venezuelas Präsidenten Hugo Cháves. So wenig wie mich Frau Knobloch zu meiner Wahl beglückwünschen würde, so wenig würde sie für mich ein Thema sein. Und statt im Zentralratsbüro wäre ein Besuch bei den politischen Gefangenen wie Ernst Zündel und Horst Mahler für mich Verpflichtung.
Die Fernsehansprachen zu Weihnachten würden unseren Opfern von Krieg und Vertreibung wieder die Öffentlichkeit bieten, die diese verdient haben. Und der Mord am ungeborenen Leben würde öffentlich bei der Antrittsrede auch als Mord benannt werden!
Nun aber ehrlich: Natürlich soll der Bundespräsident nicht nur repräsentieren, er soll auch eine Meinung vertreten. Eine Amtsführung sollte sich Vorbilder nehmen - ich denke mir, Männer wie Kurt Schumacher und Reichspräsident von Hindenburg wären für mich sehr geeignet.
Im März 2008 haben Sie vor dem Bundesverfassungsgericht einen aufsehenerregenden Freispruch erwirkt. Hat das Ihr Vertrauen in den bundesdeutschen Rechtsstaat gestärkt - oder sehen Sie dieses Urteil der Höchstrichter eher als vereinzelten Ausrutscher?
Rennicke:Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Drei Richter des obersten BRD-Gerichtes haben letztlich das Unrecht an meiner Frau und mir durch sieben andere Richter aufgehoben. Letztlich wegen Verstoßes gegen im Grundgesetz verankerte Grundrechte. Folgen für die Unrechtsrichter: Keine. Folgen für meine Frau und mich: Wir dürfen nun unser Eigentum, welches durch die verfassungswidrigen Justizbeamten eingezogen wurde, freiklagen und freikämpfen.
Man hat meiner Familie in den letzten zwanzig Jahren den Glauben an den Rechtsstaat ausgetrieben. Und es vergeht kaum eine Woche, wo ich mich wegen meiner Weltanschauung nicht in meinen Grundrechten diskriminiert und verletzt sehe - durch steuergeldbezahlte »Staatsdiener« in Polizei, Behörden und Justiz.
Sie sind nicht nur bekannter Volkssänger, sondern auch mehrfacher Familienvater. Würden Sie sich von der deutschen Politik und ihren Vertretern mehr Familienfreundlichkeit wünschen? Oder anders gefragt: was wären Ihre Vorstellungen von einer inländerfreundlichen Familienpolitik?
Rennicke:Als Vater von sechs Kindern und volkstreuer Freund anderer Großfamilien kenne ich die Sorgen deutscher Familien: Ob Finanzen, Schulunterricht, ob übervolle Schulbusse oder »Zeitgeistabwehrkämpfe« im Kinderzimmer. Die Kinder, so sang der Liedermacherkollege Reinhard Mey einmal, sind vielleicht die letzte Chance, die wir haben. Wir aber überlassen unsere deutschen Kinder der Verblödungsbirne à la TV oder dem Musikindustriebereich, wo sie als »Konsumidioten« auch noch wie Weihnachtsgänse ausgenommen werden.
Es ist in Anbetracht unseres sterbenden Volkes, inmitten von Überfremdung und Werteverfall nicht fünf vor zwölf ? es ist längst halb drei! Unsere Kinder werden künftig das Gebräu der Weltkriegsgewinnler/Siegermächte mit multikrimineller Gesellschaft, Atommüllbergen, Überalterung und Heimatvernichtung auszulöffeln haben. Oberster Grundsatz ist daher das Überleben unserer Art in einer zu befriedenden Welt. Vorschläge wie »mehr Kindergeld«, »Müttergehalt« oder »Familiendarlehen« für deutsche Familien wären ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.
Letzte Frage: Wenn es am 23. Mai nicht klappen sollte: wie wird das Leben für Sie weitergehen? Weiter »Protest nach Noten«?
Rennicke:Es wird nicht klappen, und daher werde ich nach dem 23. Mai wie gewohnt die Gitarre nehmen, linksfaschistische Gewalt ertragen, mit meiner Familie mehr Zeit verbringen und diese für das zu erwartende Babylon-Chaos stärken, für die Kameraden weiterhin Kamerad sein, im Blaumann Haus und Hof bestellen, und mich dem Unrecht niemals beugen - und demnächst endlich einen neuen Tonträger unter das Volk bringen! Mein Leitspruch lautet wie gehabt: Bleibe im Lande und wehre Dich täglich!
Herr Rennicke, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen am 23. Mai dennoch viel Glück!
Das Gespräch führte Karl Richter.