14.02.2012
Winter-Aktivisten-Wochenende im Südwesten
Wie schlachtet man ein Huhn?
Anfang Februar trafen sich Mitglieder der JN Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, um gemeinsam am ersten Aktivisten-Wochenende diesen Jahres teil zu haben.
Während draußen der eisig kalte Wind wehte, gingen die Teilnehmer am Morgen einer überaus wichtigen Frage auf den Grund : „Wie schlachtet man ein Huhn?“
Es gibt sicherlich angenehmere Tätigkeiten als das Schlachten eines Huhnes, es ist aber zweifellos eine unverzichtbare Tätigkeit vor dem Verzehr einer selbstgemachten Hühnersuppe mit selbstgeschlachtetem Huhn.
So machten sich Mädel und Jungen unter der Anleitung vom Lagerleiter an die Sache. Schnell waren auch schon Kameraden gefunden, die das Schlachten und Rupfen oder das Ausnehmen übernehmen wollten. Jeder schaute interessiert zu und man half sich gegenseitig. Nebenbei wurde der Sinn des Schlachtens auf diesem Treffen erklärt.
Wo viele das Schlachten als grausam bezeichnen, bezeichne ich eher einen Hähnchengrill, in dem zwanzig Junghennen auf einer Stange vor sich hin rösten als grausam, die in ihrem Leben nie das Tageslicht erblicken durften. Das Schlachten solcher Hühner, die in Massentierhaltung gelebt haben erfolgt maschinell und die Hühner haben nur ein betrübliches Dasein vor ihrem Tod gehabt. Wer behauptet, das Kaufen und Schlachten von Freiland Hühnern sei grausam, macht irgendwo einen Denkfehler. Nach dem Schlachten und Ausnehmen machte man sich daran, eine wohl schmeckende Hühnergemüsesuppe anzusetzen.
Kampfsport
In der Zwischenzeit, in der die Suppe köchelte, ging es raus in die eisige Winterlandschaft, um gemeinsam Sport zu treiben. Dort war das Hauptthema „Boxen und Selbstverteidigung“. Obwohl es draußen gefühlte 20 Grad minus waren, ließ es keinen Kameraden die Stimmung trüben und jeder war voller Tatendrang. Nach einer kleinen Einführung, ging es auch schon los. Zwei Männer fanden sich immer zusammen und es wurden untereinander die Kräfte gemessen.
„Wie weiche ich am besten einem Schlag aus?“ „Welche Taktik wende ich an?“
Mittendrin wurden immer mal wieder die Partner getauscht, sodass jeder einmal die Möglichkeit bekam, sich mit einem anderen zu messen, der unterschiedliche Stärken oder Schwächen hat.
Zu guter Letzt wurde bei der Selbstverteidigung der „Ernstfall“ erprobt. Hier ging es nicht mehr um 1 gegen 1, sondern dort war man in Gruppen aufgeteilt. So ging es dann 3 gegen 3 oder 2 gegen 2.
Hier erprobte man Ernstfälle wie die Abwehr von Übergriffen durch Gegendemonstranten.
Medien-Propaganda
Als sich jeder nach dem Sport wieder erfrischt und gestärkt hatte, bei einer Tasse Tee und etwas Gebäck , hielt einer der Kameraden einen Vortrag über den Einfluss der Medien auf die Bevölkerung. Hierzu zeigte er die kleine Dokumentation „Spiel mit dem Tod“, in der das überraschende Ende einen jeden zum Nachdenken brachte: „Wie wird das Gehirn manipuliert durch einfache Mittel im Film?“, „Wie jeder Bericht im Fernsehen, durch Veränderungen im Bild oder Ton, eine ganz andere Intention bekommen kann“. Kurz und knapp: Wie propagiert wird!
Am Ende eines kleinen aber feinen Wochenendes verabschiedeten sich die Kameraden im Abschlußkreis und traten die Heimreise an, bis es wieder heißt:
„Jugend zu uns! Aktivismus, Bildung, Gemeinschaft! Jugend voran!“
JN Rheinland-Pfalz & JN Baden-Württemberg