02.12.2005
Die Situation für die deutschen Winzer in Rheinland-Pfalz wird immer katastrophaler. Steuerliche Belastungen, nachlassende Binnennachfrage und EU- Regelungen machen das arbeitsintensive Leben der Weinbauern an Mosel und Rhein immer beschwerlicher. Gab es 1989 noch 23 229 Weinbaubetriebe, so hielten sich 2004 nur 13 020 Winzerbetriebe. Seit dem 15. September diesen Jahres wird ein neuer EU – Handelsvertrag mit den USA beraten. Der Vertrag gilt schon als paraphiert. Über die Novelle der Weinmarktordnung werden die EU-Agrarminister im ersten Halbjahr 2006 endgültig abstimmen. Infolge dessen droht die Überschwemmung des heimischen Marktes mit billigen amerikanischen Weinen, die industriell hergestellt werden. In den letzten zehn Jahren haben die USA ihre Weinexporte in die EU von mageren 50.000 auf stolze 2,1 Millionen Hektoliter gesteigert. Die Lage am deutschen Weinmarkt könnte sich noch weiter verschärfen, wenn das neue Weinabkommen zwischen der EU und den USA demnächst in Kraft tritt. Umstrittenen Massenherstellungsverfahren öffnet die EU damit Tür und Tor. Denn seit 2001 haben die USA ihre Mitgliedschaft beim internationalen ...
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